Kälteunion - Kälte- und Klimatechnik

Reparatur- und Wartungsarbeiten, Ersatzteil-Service, Neuanlagen, 24h-Service

Wichtige Informationen zu aktuellen Vorschriften:

Gesetzliche Dichtheitsprüfungen an Kälteanlagen (KÄLTEUNION ist zertifiziert)

Verordnung (EG) Nr. 842/2006 über bestimmte fluorierte Treibhausgase. Die F-Gase-Verordnung (eigentlich: Verordnung (EG) Nr. 842/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Mai 2006 über bestimmte fluorierte Treibhausgase) ist eine EG-Verordnung zur Kontrolle von Anlagen, welche bestimmte treibhausfördernde Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) enthalten. Sie ist seit dem 4. Juli 2006 bzw. dem 4. Juli 2007 in Kraft.
Die Verordnung regelt, dass Anlagen, beispielsweise Klimaanlagen und Kühlgeräte sowie Feuerlöschanlagen, mit bestimmten Gasen in regelmäßigen Abständen auf ihre Dichtigkeit geprüft und diese Prüfung protokolliert werden muss.  Ein Verbot von Fluorkohlenwasserstoffen wird nicht ausgesprochen. Die erstellten Protokolle können von uns für den jeweiligen Kunden mit Hilfe einer speziellen Software in einer Datenbank verwaltet werden und stehen damit für eine  ggf. angesetzte gesetzliche Überprüfung gesammelt zur Verfügung.

Die Anforderungen sind abhängig von der Füllmenge der einzelnen Anlage:

  • 3  kg bis 30 kg: Jährliche Kontrolle (6 kg bei hermetisch geschlossenen Anlagen)
  • 30 kg bis 300 kg: Halbjährliche Kontrolle (jährlich mit vorhandenem Leckage-Überwachungssystem)
  • Über 300 kg: Vierteljährliche Kontrolle (halbjährlich mit vorhandenem Leckage-Überwachungssystem).

Die Löschmittel HFC-227ea und HFC-23 sind HFKWs und fallen somit unter diese Verordnung. Das Kältemittel R 404A ist ein HFKW (Gemisch aus HFKW-143a, HFKW-125 und HFKW-134a) und fällt damit ebenfalls unter diese Verordnung.

Ausnahme: Das Kältemittel R 22 (Chlordifluormethan) ist ein HFCKW und fällt damit nicht unter diese Verordnung. In diesem Fall gilt zunächst die EG-VO 1005/2009 und zusätzlich auf nationaler Ebene die Chemikalien-Ozonschichtverordnung (ChemOzonSchichtV).

Für Klimaanlagen in Neuserien von Personenkraftwagen dürfen ab 2011 nur noch Stoffe mit einem GWP-Wert von unter 150 verwendet werden. Ab 2017 gilt dieser Grenzwert für alle Neufahrzeuge.

Die Qualifikation und Zertifizierung der Unternehmen und Mitarbeiter wird in der ergänzenden Verordnung (EG) Nr. 303/2008 geregelt und bis zum Jahr 2011 umgesetzt. Damit ist die Installation (z.B. das Verbinden von zwei oder mehr Teilen zu einer Kälteanlage, ob vorgefällt oder nicht) nur noch durch zertifiziertes Personal, das in zertifizierten Betrieben arbeitet, erlaubt.
Der kleine Kälte- oder 5-kg-Schein sowie die Baumarkt-Selbstbau-Klimaanlagen gehören damit der Vergangenheit an.


Kältemittelumstellung von R22-Anlagen

Laut Gesetzgeber darf seit 1.1.2010 keine Frischware vom Kältemittel R22 mehr in den Umlauf gebracht werden. Begrenzte Mengen an recycletem R22 sind theoretisch verfügbar. Ob diese im Bedarfsfalle abgerufen werden können, kann allerdings nicht gewährleistet werden. In diesem Fall müsste Ihre Kälteanlage stillgelegt werden.

Wir sind in der Lage Ihre bestehende R22-Kälteanlage auf ein zugelassenes Kältemittel umzustellen. Die Auswahl des Ersatzkältemittels erfolgt unter Berücksichtigung der von Ihnen betriebenen Kälteanlage.